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Geschichte

Die Entstehungsgeschichte von Dombóvár   In dem IV-III. Jahrtausend vor Christi zogen Völkerstämme der Donau entlang über das heutige Gebiet von Dombóvár nach Norden. Der dortige Fluss Kapos bildete damals große Sumpflandschaft mit einigen Inseln. Darauf ließen sich einige nieder. Ab dem IV. Jahrhundert vor Christi kamen die Kelten. Sie brachten kleinbäuerliche Kenntnisse mit, z.B. geräuchertes Schweinefleisch und Käse. Im Jahr 8 nach Christi kamen die Römer und die Kelten lernten von Ihnen den Anbau von Getreide in größeren Mengen und legten Weinberge an. Der Ort lag an den Straßen von Pécs (hieß früher römisch Sophianae) nach Óbuda bei Budapest (hieß römisch Aquincum). Und von Pécs nach Györ (römisch Árrabona). Es gab auch einen slawischen Bevölkerungsanteil. Sie gaben dem Ort den slawischen Namen Dobov. Dobov  heißt übersetzt Eiche. Vor allem die Sumpfeiche wuchs dort vermehrt. Wahrscheinlich in der Romanischen Zeit entstand eine Burg auf einer Insel im Sumpfgebiet. Sie war komplett vom Wasser umschlossen. Man konnte nur über eine Holzbrücke auf die Burg gelangen. Zusätzlichen Schutz gab eine Ziehbrücke. Es ist nicht bekannt, wer der Erbauer war und genauere Kenntnisse zur Entstehung liegen leider nicht vor. Wie entstand jetzt der Name Dombóvár? Der slawische Name Dobov änderte sich mit der Zeit zu Dombo. Burg heißt auf Ungarisch Vár. Damit entstand der heutige Name Dombóvár. Auf der Insel bildete sich neben der Burg ein kleiner Ort mit Kirche und Kleingewerbe. Die Ackerflächen befanden sich dort, wo heute die Weinberge sind. Die Burg bestand selbst aus einem großen Turm, daran rechts und links angegliedert zweistöckige Gebäudeteile. Diese besaßen schon einen Keller. Im Jahr 1319 wurde die Burg von König Karl Robert an eine Aristokratenfamilie Csák verschenkt. Sie nannten sich in Anlehnung an den Ortsnamen auch Dombai oder Dombói und blieben bis zum 15. Jahrhundert. Ein Mitglied dieser Familie Paul Dombai war unter König Matthias in Budapest ein hoher Richter. Deswegen musste die Familie Ihren Besitz modernisieren. Der Umbau dauerte sehr lang und erst die Söhne Miklós und Pál vollendeten das Werk. Das Sumpfgebiet mit dem Fluß Kapos bildete einen natürlichen Schutz. Die Mauern waren sehr stabil. Der Baustiel Renaissance entsprach den Bauten von König Matthias. Weil das Wasser aus dem Kapos ungenießbar war, wurde Wasserleitungen bis vom Gebiet der heutigen Weinberge verlegt. Ab dem Jahr 1520 ging es abwärts. Die Familienmitglieder Farkas und János Dombai haben schlecht gewirtschaftet und nach der verlorenen Mohácser Schlacht in 1526 haben umherstreifende Türken die Burg geplündert. Danach übernahm István Werböczy die Burg. Er war gleichzeitig der Herrscher vom Komitee Tolna. Aber die Türken kamen wieder und nach Jahrelange Kriegen war der Widerstand zwecklos. Im Jahr 1544 übernahmen die Türken die Burg. Das Leben von István Werböczy wurde von Tinódi Lantos Sebestyén besungen, welcher letztes Jahr von der Stadt Dombóvár anlässlich der Millennium Feierlichkeiten ein Denkmal bekommen hat. Während der türkischen Herrschaft war die Burg ein Zentrum für ein größeres Gebiet als vorher. Das Gebiet Dombóvár wurde vom Sultan türkische Soldaten überlassen. Die ungarische Bevölkerung wurde zu Leibeigene der türkischen Soldaten. Sie mussten an die Türken und an die alten ungarischen Herrscher Steuern bezahlen. Nach und nach zogen sie weg. Im verlassenen Ort ließen sich die vom Süden kommenden Rácen nieder. Sie dienten in der türkischen Armee und waren deshalb sehr angesehen. 1683 zerstörten die flüchtenden Türken, welche in Wien die Schlacht verloren hatten, die Burg. Die früheren Besitzer, Familie Dombai sind bei den Kämpfen mit den Türken gefallen. Die Bewohner in der Umgebung der Burg siedelten auf eine Erhöhung in nördlicher Richtung um. Diese wurde Kakasdomb, übersetzt Hahnhügel, genannt. Dies ist der Entstehungskern des heutigen Dombóvár. Für die nachfolgenden Habsburger war die Burg uninteressant. Sie haben die Reste der Burg gesprengt. Im Jahr 1691 kaufte Pál (Paul) Esterházy das großen herrenlose Gebiete für 50.000 Forint. Bis 1944 spielte die Familie Esterházy im Wirtschaftsleben eine sehr wichtige Rolle.  

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